Cochabamba - Die bestorganisierte Stadt Boliviens!

Zitat: "Bolivien Reisekompass" © www.Sebra-Verlag.de, Hamburg;  © Hella Braune und Frank Semper

Cochabamba ist eine überschaubare Geschäftsstadt mit Kleinstadtflair, der sich in der Beschaulichkeit der vielen Gärten und Parks niederschlägt; ein Erbe, das die einstigen Grossgrundbesitzer mit ihren grossen Ländereien hinterlassen haben.

Das fruchtbare Tal, in das die Stadt eingebettet ist, zeichnet sich durch ein angenehmes Klima mit warmen Tagen und kühlen Nächten aus. Daher spielt sich das Leben auch in den Abend- und Nachtstunden noch im Freien oder bei geöffneten Türen ab. Die Cochabambinos lieben die Geselligkeit und das Würfelspiel. In den vielen Kneipen und Cafes knallen sie die Becher beim el cacho auf den Tisch.

Die Häuser Cochabambas haben zumeist eine unscheinbare Aussenfassade, doch dahinter verbergen sich üppig dekorierte Innenhöfe. Überragt wird die Stadt von einer riesigen Christusstatue, die auf dem Cerro San Pedro ihre Arme ausgebreitet hat. Die Strassen tragen Namen von Generälen und Politikern, deren Kurzbiographien an die Wände gekachelt wurden, um dem schnellen Vergessen in dieser modernen Stadt entgegenzuwirken, die als erste und bisher einzige des Landes Parkuhren an den Hauptverkehrsadern aufgestellt hat und Parksündern mit dem Abschleppen droht.

Stadtgeschichte

Cochabamba wurde gleich zweimal auf Befehl des Vizekönigs Toledo gegründet; 1571 durch Capitan Jeronimo de Oso Rio und drei Jahre später noch einmal durch Sebastian Barba de Padilla. Die zweite Gründung gilt als die Geburtsstunde der Stadt, die bis zur Unabhängigkeit Villa de Oropesa hiess, zu Ehren der Familie des Vizekönigs. Mit ihren milden Temperaturen und den fruchtbaren Böden war sie die Kornkammer für die Versorgung der Minenstädte des Altiplano. Zu Beginn der republikanischen Ära 1826 erhielt die Stadt Toledos ihren alten indianischen Namen zurück. 'Khochapampa' heisst auf Quechua Sumpfebene.

Das Wahrzeichen von Cochabamba, der Cristo. Er soll sogar einige Meter höher sein als der Cristo von Rio.