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Umzugsunternehmung
30. Januar 2016 12:19
Alter: 2 Jahre


VON: ANDREAS MEIER


Rubrik: Computer und Internet

Eine Weihnachtsgeschichte mit Happy-End sollte es werden: der Umzug eine kompletten Windows 10 Installation mit allen Programmen und Daten auf eine neue, grössere SSD. Es lief zu gut, um wahr zu sein. Lesen Sie weiter!



Bluescreen der Neuzeit

Vor exakt drei Jahren sollte es mal wieder ein neuer Computer sein. Es war zu jener Zeit, als gerade die neuen SSD's aktuell und bezahlbar wurden. Ich spendierte meinem Komplett-System von Axxiv (dieser Schweizer Assembler erhält von mir auch nach drei Jahren eine audrücklicher Kaufempfehlung) eine SSD von Samsung mit 250GB Speicherplatz. Jetzt wurde der Platz langsam eng und so entschied ich mich für eine Baugleiche SDD des selben Herstellers mit doppelter Kapazität.

Mist, nun ein perfekt laufendes System verschrotten und alles neu installieren, dachte ich. Wohlgemerkt, früher hätte ich mich lustvoll darauf gestürzt, aber diese Zeiten sind vorbei. Die Festplatte war längst eingekauft und gammelte nun schon einige Wochen auf meine Schreibtisch herum und ich schob die ganze Sache einfach vor mit hin. In den Weihnachtsferien wurden dann ein paar Tage frei und so musste ich mich wohl oder übel endlich an die Sache ranmachen.

Ich recherchierte zuerst nach Umzugshelfern, sprich, programme, die mir behilflich sein sollten, eine bestehende Installation komplett auf eine neue Festplatte umzuziehen, ganz ohne Neuinstallation sollte das funktionieren. Und sogar mit Windows Bordmitteln. Aber es schien mir trotzdem risikobehaftet, Zeit und Arbeitsintensiv zu sein. Für jede Lösung gibt es auch noch eine Bessere, dachte ich. Sehr naheliegend war es nun, die Software von Samsung zu verwenden, die eigens zu diesem Zweck der Festplatte beilag. Die sei zwar "der absolute Schrott", wollte man zahlreichen Foreneinträgen im Internet glauen schenken, aber ich dachte, ein Versuch ist es wert.

Der Rest ist schnell erzählt. Nach Installation der Software, schliesst man die neue SSD mit höherer Kapazität an den PC an und der Rest geschieht automatisch. Danach stöpselt man die alt Festplatte ab und die neue an und das System Bootet nun von der neuen Platte und man arbeitet sofort weiter, nur dass das System nun wieder mehr Platz zur Verfügung hat.

Jetzt kommt das grosse ABER: seit ich diese Manipulation durchgeführt habe, stürzt Windows in regelmässigen Abständen ab. Und zwar immer, wenn der PC nach einem automatischen System-Update von Windows neu gestartet wird. Dann erscheint bei Neustart dieser hässliche Bluescreen. Und bei Bluescreen stellen sich mir die Nackenhaare auf. Das weiss man noch von früher: ein Bluescreen ist etwas schlechtes, etwas sehr sehr schlechtes. Doch alles funktionierte weiterhin prima. Also verdrängte ich die Sache für ein paar weitere Wochen. Hm, auch das hätte es früher bei mir nicht gegeben...

Nun heute unverhofft die Lösung. Ich hatte mich schon einige Male dran gemacht und nach einer Lösung des Problems geforscht. Aber die Fehlermeldung des Bluescreens war leider für mich unklar: IRQL_NOT_LESS_OR_EQUAL und dann sollte eigentlich noch ein Parameter folgen der einem die Absturzursache mitteilt, aber da stand nichts. Durch Zufall entdecke ich heute, dass auf dem System die Funktion zur automatischen Erstellung von Wiederherstellungspunkten deaktiviert ist. Das ist schlecht! Eigentlich ist sie noch eingeschaltet, verweist aber auf das nicht mehr vorhandene System-Laufwerk C: das inzwischen entfernt ist und durch das neue System-Laufwerk C: ersetzt wurde. Hier ist die Überwachungsfunktion aber ausgeschaltet. Also zwei Klicks: altes System entfernt und neues System aktiviert. Nun klappt auch wieder das automatische erstellen des Wiederherstellungspunktes.

Nun hoffe ich sehr, dass sich auch das Problem mit dem Bluescreen erledigt hat, denn ich gehe sehr davon aus, dass das Windows-Update Programm jeweils vor der Installation der Updates einen Wiederherstellungspunkt setzen wollte, aber versuch hat, auf ein Laufwerk zuzugreifen, das gar nicht mehr existiert. Also bitte zwei Verbesserungen einbauen: 1. Microsoft: bitte bei den Wiederherstellungsoptionen reklamieren (bitte freundlich, nicht mit einem Bluescreen!) wenn ein Laufwerk nicht mehr existiert oder ein Wiederherstellungspunkt nicht gesetzt werden kann (bitte verständlich, nicht mit so IRQL-ohne-Parameter-Bla-Bla-Bla). 2. Samsung: im Handbuch zur Migrationssoftware bitte darauf Hinweisen, dass die Systemwiederherstellungs-Optionen neu gesetzt werden müssen.

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