Soloprogramme

Es freut mich ausserordentlich, Ihnen mein neues Soloprogramm vorzustellen. Es ist kein ernstes aber ein durchaus ernstzunehmendes Programm unter dem Titel

Tanzen und Präludieren: Klaviermusik aus Nord- und Südamerika

Programm:

Dauer ca. 80 Minuten, wird ohne Pause gespielt.

Interessierte Veranstalter setzen sich bitte mit mir in Verbindung.

 


Scott Joplin (* 24. November 1868 in Texarkana, Texas; † 1. April 1917 in New York)

Das oft zitierte Geburtsdatum 24. Dezember 1868 widerspricht den Daten der US-Volkszählung von Juli 1870 und Juni 1880, die ihn als Zweijährigen bzw. als Zwölfjährigen aufweisen (dann ist aber auch November 1868 zumindest ebenso problematisch). Scott Joplin, der als Sohn eines ehemaligen Sklaven geboren wurde, war einer der ersten afroamerikanischen Komponisten klassischer Musik im europäischem Stil, die er in einem romantischen Idiom schrieb, teilweise vom Ragtime beeinflusst. Zu Lebzeiten bekam er allerdings aufgrund seiner Hautfarbe fast keine Möglichkeiten, seine Kompositionen aufzuführen. Seine klassischen Kompositionen sind außer dem Klavierauszug zu der Oper Treemonisha (1911) (neu instrumentiert durch Gunther Schuller) alle verloren. Mit seinen Ragtimes konnte er zu Beginn des 20. Jahrhunderts große Popularität in den USA erreichen. Nach seinem Tod schnell in Vergessenheit geraten, gilt er heute wieder als einer der Begründer des klassischen Ragtime. Insbesondere durch den amerikanischen, siebenfach Oskar-gekrönten Spielfilm "Der Clou" (1973) mit Robert Redford, für dessen Filmmusik aus dem Werk Scott Joplins geschöpft wurde, gewann der Ragtime wieder an Beliebtheit. Von Joplins zahlreichen Rags sind der Maple Leaf Rag und The Entertainer die bekanntesten. Im Vergleich zu Ragtimes anderer Komponisten sind Joplins Ragtimes eher schwierig zu spielen. Sie heben sich von anderen Stücken dieses Genres durch ausgefeilte Kompositionstechnik und vollendete Schönheit und Eleganz deutlich ab ("Gladioulus Rag", "Fig Leaf Rag"). Vereinfachende Bearbeitungen existieren. Joplin bestand stets darauf, daß seine Stücke "nicht schnell" zu spielen seien; häufig wird "slow March Time" gefordert: "It's never right to play Ragtime fast". Damit widersprach er der rasanten Spielpraxis seiner Zeitgenossen, die anhand von einfacher strukturierten Ragtimes eher Schnelligkeit als Musikalität zur Geltung brachten.

Es existieren Originalaufnahmen von sogenannten Player Rolls, Rollen also, die zum Betrieb für automatische Klaviere verwendet wurden und auch von Scott Joplin selbst eingespielt wurden. Sie vermitteln keinen authentischen Eindruck der Musik Joplins und dokumentieren allenfalls die amerikanischen Hörgewohnheiten seiner Zeit. Eine kongeniale Einspielung von Ragtimes Scott Joplins schuf dagegen 1974 der amerikanische Pianist Joshua Rifkin. Seine an Bach geschulte, höchst präzise und subtile Spielweise bringt den streng rhythmischen Charakter, die lebensfrohe Harmonik und impulsive Dynamik dieser Musik in Vollendung zum Ausdruck.

Quelle

George Gershwin (* 26. September 1898 in Brooklyn, New York City; † 11. Juli 1937 in Hollywood)

Leben

Geboren wurde er als Jacob Gershowitz in Brooklyn, New York City, als Kind russisch-jüdischer Immigranten.

Während George Gershwin in Hollywood an der Partitur von „The Goldwyn Follies“ arbeitete, brach er zusammen und starb am 11. Juli 1937 an einem Gehirntumor. Er wurde auf dem Friedhof „Westchester Hills Cemetery“ in Hastings-on-Hudson (New York) beigesetzt.

Leistungen

Gershwin komponierte sowohl Stücke für den Broadway als auch klassische Konzerte. Viele nicht nur in Amerika populäre Lieder wurden von ihm geschrieben. Teilweise wurden seine Kompositionen als Filmmusik verwendet. Andere wiederum gelten als „Jazz-Standards“; viele dieser Stücke wurden von namhaften Stars der amerikanischen und internationalen Unterhaltungsmusik interpretiert, darunter Ella Fitzgerald, Louis Armstrong, Frank Sinatra, Ray Conniff, Percy Faith und Barbra Streisand. Sie fanden den Weg in den Jazz, z. B. mit Interpretationen von Herbie Hancock oder Miles Davis und in den Rock, z. B. mit Versionen von Janis Joplin (Summertime).

Das Urheberrecht an den Arbeiten, die er alleine schuf, wird 2007 in der Europäischen Union und zwischen 2019 und 2027 in den USA erlöschen.

Werke

Seine berühmtesten Werke im Bereich der klassischen Musik sind:

  • Rhapsody in Blue (1924), eine symphonische Jazz-Komposition für eine Jazzband, Klavier und Orchester
  • Klavierkonzert in F-Dur (1925)
  • Ein Amerikaner in Paris, ein vertontes Gedicht mit Jazzelementen und Soundeffekten
  • Porgy and Bess, eine Folk-Oper (1935) (nach dem Buch von Dubose Heyward) über das afroamerikanische Leben mit der berühmten Arie "Summertime" neben Hits wie „I Got Plenty of Nothin'“ und „It Ain't Necessarily So“.
  • Three Preludes(1936), für Klavier

Bei den Three Preludes handelt es sich um drei Klavierstücke von George Gershwin. Ursprünglich hätten sogar fünf Klavierpräludien entstehen sollen, zwei wurden allerdings von Gershwin für Klavier und Violine arrangiert (die sogenannten "Short Stories").

Das erste der Präludien steht in B-Dur und ist im Charleston-Rhythmus gehalten. Die linke Hand ist dabei von konstantem, harmonischem Rhythmus geprägt, währed die rechte Hand das Thema inne hat.

Das zweite Stück ist in cis-Moll und stellt eine Art Blues dar. Die typische Intonation dieses Musikstils bleibt auch bei Gershwin erhalten und wird um eine diffizile Harmonik erweitert.

Prelude No. III letztlich ist ein schneller Foxtrott und ist in es-Moll komponiert.

Insgesamt spiegeln alle drei Stücke die Nähe zu Gershwins symphonischen Kompositionen (z. B. Rhapsody in Blue) wider, die ebenfalls von kühnen Modulationen und erweiterter Harmonik in Form von Stilelementen des Jazz geprägt sind.

Wenig bekannt angesichts der wenigen Werke für Klavier, die Gershwin geschrieben hat, ist das „Gershwin Songbook“, auch herausgegeben unter dem Titel „George Gershwin at the Keyboard“, eine Sammlung seiner bekanntesten Songs, von ihm selbst bearbeitet für Klavier Solo. Darin enthalten u.a.:

  • The Man I Love
  • I'll Build A Stairway To Paradise
  • Fascinating Rhythm
  • Oh, Lady Be Good
  • I Got Rhythm
  • Liza

Die meisten seiner Werke wurden von George Gershwin mit seinem Bruder Ira Gershwin, einem Lyriker, produziert. 1910 hatten die Gershwins ein Klavier für die Musikstunden des Sohnes Ira gekauft, das aber bald nurmehr von George Gershwin gespielt wurde. Mehrere Klavierlehrer wechselten in den kommenden zwei Jahren, bis schließlich Charles Hambitzer - der zu seinem Mentor wurde (und bis zu Hambitzers Tod 1918 es auch blieb) - ausgewählt wurde. Hambitzer lehrte George Gershwin konventionelle Klaviertechniken und ließ ihn die europäischen Meister spielen. Er ermutigte ihn, Orchesterkonzerte zu besuchen (wobei er zu Hause versuchte, die gehörte Musik am Klavier zu reproduzieren). 1916 komponierte er den Ragtime „Rialto Ripples“, der ein finanzieller Erfolg wurde. 1918 gelang ihm mit dem Song „Swanee“ der erste USA-weite Hit.

1924 produzierten George und Ira Gershwin gemeinsam die Musikkomödie „Lady Be Good“. Standards wie „Fascinating Rhythm“ und „The Man I Love“ debütierten darin. Dem folgten „Oh, Kay!“ (1926); „Funny Face“ 1927; „Strike Up the Band“ (1927 und 1930); „Girl Crazy“ (1930), mit dem zum Evergreen gewordenen Song „I Got Rhythm“; „Of Thee I Sing“ (1931), die erste Musikkomödie, die mit einem Pulitzer-Preis ausgezeichnet wurde. 1933 erschien „Pardon My English“, das einzige Musical dieser Epoche, das in Deutschland (in Dresden) spielt. Viele der Gershwin-Erfolgstitel wurden in der Ära des Bebop durch Umgestaltung und Reharmonisierung in neue Themen (bebop heads) und Songs transformiert. Oh, Lady Be Good wurde so zu Thelonious Monks Hackensack, But Not For Me zu Tadd Damerons Sid's Delight, und Honeysuckle Rose zu Charlie Parkers Scrapple from the Apple.

Quelle

Alberto Villalpando (La Paz, Bolivie, 1942)

Considéré comme étant l’une des principales forces motrices de la musique contemporaine dans son pays, il commence à s’intéresser à l’électroacoustique en Argentine, d’abord en 1962, au Conservatoire national de musique, puis au CLAEM-Torcuato Di Tella Institut, où il étudie avec Alberto Ginastera, Riccardo Malipiero, Luigi Dallapiccola, Olivier Messiaen et Bruno Maderna en 1963 et 1964. À son retour à La Paz, il devient directeur du département de musique du Ministère de la culture, où il met en place un plan de développement des activités musicales en Bolivie, puis en 1974, directeur de l’atelier de composition musicale à l’Université catholique de La Paz. Parmi les pièces utilisant l’électroacoustique, il compose dans les années 1970: Mística No.3 et Mística No.4 pour instruments et bande; Yamar y Armor, une musique de ballet pour orchestre, voix et bande avec des textes de Blanca Wiethüchter; et Bolivianos…! Dans les débuts des années 1990,il compose quelques pièces pour bande, dont Desde el Jardín de Morador, De los Elementos, et plus tard, Qantatai avec chœur, narrateur et sons électroniques; en 2002, La Lagarta une pièce de 70 minutes pour ballet en trois actes (narrateur et électroacoustique, basée sur des textes de Blanca Wiethüchter).

Quelle

Simeón Roncal (Nació en 1870 y falleció el año 1953)

Su pasión por la música, y particularmente por la música boliviana, lo llevó a transformar la música popular en la música denominada culta, en composiciones para cuerdas y piano, siendo su principal mérito haber transportado las cuecas a los salones de élite. Entre sus composiciones más famosas figura la cueca "La Huérfana Virginia".

Louis Moreau Gottschalk (* 8. Mai 1829 in New Orleans, Louisiana; † 18. Dezember 1869 Tijuca, Brasilien)

Er wuchs im Stadtteil Old New Orleans auf, wo er die Musik der Kreolen und der Afroamerikaner erlebte, und studierte in Paris bei Fromental Halévy und Hector Berlioz. Er war befreundet mit Georges Bizet und Camille Saint-Saëns. In das Pariser Konservatorium wurde er als Amerikaner nicht aufgenommen. 7 Jahre nach seiner Ablehnung war er allerdings Mitglied der Jury für die Aufnahmeprüfungen für dasselbe Konservatorium. In Spanien wurde er mehrfach von König und Königin ausgezeichnet. Unter anderem hatte er in Spanien das Stück "Die Belagerung von Saragossa" für 10 Klaviere geschrieben. Gottschalk war somit der erste amerikanische Pianist, der einen internationalen Ruf als Virtuose erlangte. Seine Karriere als in den USA gefeierter Konzertpianist war durch längere Aufenthalte in der Karibik (1856–1862) und in Lateinamerika (1865–1869) unterbrochen, wo er komponierte, z. B. die Sinfonie Nr. 1 "La Nuit des Tropiques", wo er darüber hinaus Konzerte gab und Musikfestivals veranstaltete.

Er komponierte eine Reihe publikumswirksamer Klavierstücke, die teilweise der gehobenen Salonliteratur zuzuordnen sind, zum Beispiel The Dying Poet (Der sterbende Dichter) und The Last Hope (Die letzte Hoffnung). Bedeutender jedoch als Gottschalks Salonmusik sind seine nationalen Klavierstücke, die von der spanischen, lateinamerikanischen und kreolischen Musiktradition geprägt wurden, zum Beispiel die Klavierstücke The Banjo und La Bamboula. Nebenbei dokumentierte er damit frühe Formen der afroamerikanischen Tanzmusik, aus der sich später der Jazz entwickelte.

Gottschalk war einer der ersten international erfolgreichen Pianisten, die Techniken aus dem späteren Ragtime (Synkopierung, Walking Bass, Stride) benutzten.

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Alberto Ginastera (* 11. April 1916 in Buenos Aires; † 25. Juli 1983 in Genf)

Ginastera studierte am Konservatorium in Buenos Aires. Danach leitete er das von ihm gegründete Konservatorium von La Plata. Bis 1962 unterrichtete er an der Kunst- und Musikfakultät der Katholischen Universität von Buenos Aires, danach am Centro Latinoamericano de Altos Estudios Musicales (CLAEM). 1971 übersiedelte er in die Schweiz nach Genf.

Ginastera komponierte vier Opern, zwei Ballette, drei Motetten, Lieder, Bühnen- und Filmmusiken, außerdem eine Sinfonie, eine Ouvertüre, zwei Streichquartette, ein Harfen- und ein Violinkonzert, zwei Klavier- und zwei Cellokonzerte, drei Klaviersonaten und weitere Instrumentalmusik.

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